Heutzutage wird in den Medien nur noch von Blu-ray-Playern geredet, denn das Blu-ray-Format hat gegen die HD-DVD gewonnen. Doch auch an simplen DVD-Playern bzw. DVD-Recordern besteht noch Interesse. Wenn jemand sowieso keinen HD-Fernseher hat, wieso soll er sich dann einen Blu-ray-Player kaufen? Wer heute einen neuen DVD-Player sucht, muss allerdings auf andere Dinge achten als vor ein paar Jahren.

 

Formate

 

Ein wichtiger Unterscheidungspunkt zwischen den verschiedenen DVD-Playern sind die Formate, die unterstützt werden. Hier ist besonders das Zusammenspiel wichtig. Die Formate, die auf den vorhandenen DVDs zu finden sind, sollten unterstützt werden. Zusätzlich kann der DVD-Player meist die gängigsten Audio- und Fotoformate öffnen. Dazu zählen MP3- und JPEG-Dateien. Viele Player kommen aber auch mit WMA- oder WAV-Musikstücken zurecht. Zu den wichtigsten Videoformaten zählen DivX, XviD, WMV, MPEG-2 und MPEG-4.

 

Wer einen HDTV-Fernseher besitzt, sollte auf eine Upscaling-Funktion achten. Diese rechnet die niedrige PAL-Auflösung von DVDs hoch auf HD-Auflösung. Die Qualität verbessert sich hierdurch zwar nicht, aber es kann vermieden werden, dass rund um das Bild, schwarze Balken zu sehen sind.

 

Schnittstellen

 

Es gibt digitale und analoge Schnittstellen, um die Daten des DVD-Players zum Fernseher  zu übertragen. Die analogen Schnittstellen, die verbreitet sind, nennen sich Scart, FBAS, S-Video und YUV. FBAS bietet eine niedrige Qualität und sollte deshalb nur eine Notlösung sein. Der Vorteil der Verbindung ist, dass alle Daten durch einen Kanal geschickt werden. S-Video bietet eine gute Videoqualität und wird oft über die Scart-Buchse oder einen Hosiden-Stecker übertragen. Der Scart-Ausgang gehört zu den Standard-Buchsen. Er ist 21-polig und kann verschieden belegt sein. Er unterstützt alle wichtigen Verbindungsarten von S-Video, über RGB bis Composite. RGB ist eine weitere Möglichkeit zur qualitativ hochwertigen Übertragung von Videosignalen. Die Farbkanäle werden einzeln übertragen, entweder über Scart oder Cinch. Ebenfalls eine gute Qualität bietet YUV – der Komponentenausgang ist sowohl für Halb- als auch Vollbilder geeignet. Das Videosignal wird in Helligkeitsinformationen und rote und blaue Farbsignale zerlegt. Es kann über 3 Cinch-Buchsen oder Scart übertragen werden. Bei Blu-ray-Playern läuft ohne digitale Schnittstellen gar nichts, aber auch DVD-Player bieten sie häufig. Es gibt DVI und HDMI. HDMI kann sowohl Video- als auch Audio verlustfrei übertragen. DVI bietet auch eine sehr gute digitale Übertragung. Im Gegensatz zu HDMI werden allerdings nur Videodaten übertragen. Es wird zwischen DVI-D (nur digitale Daten), DVI-A (analoge Daten) DVI-I (analoge und digitale Daten) unterschieden. Wer Surround-Sound schätzt, sollte auf die entsprechenden Ausgänge und auch auf die Unterstützung, der dazu benötigten Audio-Formate achten.

 

Sonstige Funktionen

 

Wer nur DVDs schauen möchte, ist mit einem reinen DVD-Player gut bedient. Wenn jemand das TV-Programm aufzeichnen möchte, sollte er zu einem DVD-Recorder greifen. Diese beschreiben DVDs mit den Filmdateien. Hierbei ist es wichtig darauf zu achten, mit welchen Rohlingstypen der Player zusammen arbeitet (DVD+/-R, DVD+/-RW, DVD-RAM, DVD-R DL, DVD+R DL). RW steht für wiederbeschreibare Medien und die Formate mit DL bestehen aus zwei Schichten und bieten so die doppelte Menge an Speicherplatz.

 

Andere DVD-Recorder speichern Filme auf einer eingebauten Festplatte. Dies hat einige Vorteile: Gleichzeitig kann ein weiterer Film von der Festplatte geschaut werden und die Filme können anschließend trotzdem – mithilfe der eingebauten Schnittprogramme auch ohne Werbung – auf DVD gebrannt werden. Auch eine Timeshift-Funktion, das Anhalten des Fernsehprogramms zum späteren, zeitversetzten Weitergucken unterstützen die meisten DVD-Player mit eingebauter Festplatte.

 

DVD-Player mit eingebautem Kartenleser oder USB-Anschluss können die verschiedensten Inhalte wiedergeben. Der MP3-Player oder die Digitalkamera kann angeschlossen werden, auf der SD-Karte können Bilder, Videos und sonstige Dateien, die der DVD-Player wiedergeben kann, gespeichert werden. Voraussetzung ist natürlich, dass der Player das jeweils verwendete Format unterstützt.

 

Ländercode

 

Wer nur DVDs aus Europa abspielen will, muss sich über den Ländercode keine Gedanken machen. Wer allerdings DVDs aus anderen Regionen besitzt, kann diese nicht einfach auf einem europäischen DVD-Player abspielen. Um die Filmmärkte der verschiedenen Regionen zu trennen, hat die Filmindustrie die Welt nämlich in sechs Regionen eingeteilt, die jeweils nicht mit den DVDs der anderen Regionen zurechtkommen. Da dies aber in keinem Gesetz festgelegt ist, ist es bei manchen DVD-Playern möglich die Ländercode-Sperre zu umgehen, indem sie einfach abgeschaltet wird. Wer also auf einen Ländercode-übergreifenden Player angewiesen ist, sollte sich im Voraus mit dieser Thematik beschäftigen.

 

Tragbare Player

 

Für den Filmgenuss unterwegs gibt es tragbare DVD-Player mit LC-Display. Die Displays sind häufig 9 oder 10 Zoll groß. Auf einer langen Zug- oder Autofahrt sorgen die portablen DVD-Player so für Unterhaltung. Einige können auch terrestrisches Fernsehen (DVB-T) empfangen.

 

Testberichte

 

In vielen Quellen werden heutzutage hauptsächlich Blu-ray-Player getestet. Aber gelegentlich schaffen es auch noch reine DVD-Player mit Testberichten in die Magazine. Ansonsten veralten die Modelle auch nicht mehr so schnell wie früher, sodass auch viele alte Tests noch Relevanz besitzen. Auf den Heimkinobereich haben sich einige Magazine spezialisiert. So auch Digital Home, Heimkino, Satvision und Video Home Vision. Gute Tests bieten auch Computer Bild und die verschiedenen Chip-Ableger. Immer eine gute Quelle sind die Testberichte von Stiftung Warentest.